Untersuchungen nach der Entbindung

Untersuchungen nach der Entbindung - Oje, ich Wachse!

Kleinere Untersuchungen

Direkt nach der Entbindung werden einige kleinere Untersuchungen durchgeführt, die aber alle so schnell vonstatten gehen, dass man sie fast nicht bemerkt.

Plazenta und Eihäute

Plazenta und Eihäute werden untersucht, um sicherzugehen, dass sie vollständig sind. Falls Teile davon in der Gebärmutter zurückbleiben, können sie Blutungen auslösen. An der Größe und der Farbe der Plazenta kann die Hebamme oder der Gynäkologe sehen, ob es dem Baby vor der Geburt gut ging. Wenn Sie sich die Plazenta jetzt ansehen, werden Sie verstehen, warum sie auch Mutterkuchen genannt wird. Von ihr hat sich Ihr Baby neun Monate lang ernährt.

Untersuchung des Babys

Ihr Kind wird gewogen und seine Größe wird gemessen. Die Hebamme oder der Gynäkologe betastet den Rücken und das Köpfchen des Babys. So wird kontrolliert, ob die Rückenwirbel geschlossen und die Fontanellen offen sind, so wie es der Fall sein sollte. Vorsichtig fühlt die Hebamme oder der Gynäkologe im Mund nach, ob der Gaumen zugewachsen ist, und auch die Hüften werden begutachtet. Finger und Zehen werden gezählt.

Apgar-Test

Hebamme oder Frauenarzt kontrolliert Atmung, Herzschlag, Muskelspannung, Reflexe und Hautfarbe Ihres Kindes. Die Haut des Babys sollte rosa sein. Für jedes dieser Kriterien werden bestenfalls zwei Punkte vergeben. Der Apgar-Test wird sofort nach der Geburt durchgeführt und fünf Minuten danach erneut. Die meisten Babys erreichen erst beim zweiten Mal zehn Punkte. Direkt nach der Geburt hat die Haut des Babys meist noch keine sehr gesunde Farbe. Sie sieht noch etwas blaugrau aus.

Die Lunge

Die Lunge Ihres Babys ist bis zur Geburt mit Fruchtwasser gefüllt. Während der Geburt wird das meiste Fruchtwasser aus der Lunge gepresst und das Baby kann Sauerstoff einatmen. Der beste Beweis, dass die Lunge schon im Einsatz ist, ist der erste Schrei! Es ist daher wichtig, dass Ihr Baby gleich von sich hören lässt. Passiert das nicht, wird die Hebamme oder der Arzt das Fruchtwasser aus der Nase und dem Mund Ihres Babys absaugen. Schreien gehört also dazu!