Unsere Mutterkörper vollbringen Wunder

Nach zwei Schwangerschaften hat sich mein Körper stark verändert. Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich mich selbst, nur in einer anderen Gestalt. Der einst straffe Bauch ist einem „Mama-Bauch“ mit Tigerstreifen gewichen und ich bin jetzt etwa 30 Kilo schwerer. Meine schönen langen schlanken Beine sind der Cellulite gewichen und sehen eher wie „Wurstfüße“ aus, und von einem hübsch geschminkten Gesicht kann gar keine Rede mehr sein.

Ehrlich gesagt, mir sind diese Dinge jetzt auch gar nicht mehr so wichtig! Tatsächlich ist mein Schminktisch zu einem Wickeltisch geworden! Meine Prioritäten haben sich einfach geändert.

Die Genesung nach der Geburt ist nicht einfach

Es war ein ziemlicher Schock für mich, Mutter zu werden. Wo sich das Universum zuvor um meine eigenen Bedürfnisse gedreht hat, trug ich jetzt die Verantwortung für das Leben eines Menschleins! Es war nicht nur eine körperliche Umstellung, die ich durchmachen musste, sondern auch eine mentale! Die Genesung nach der Geburt ist nicht einfach.

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Eine neue Balance für Körper und Geist finden

Ich musste eine neue Balance für meinen Körper und Geist finden, damit ich mein Bestes für meine Kinder geben konnte. Von Natur aus bin ich Perfektionistin, daher lauert überall die Angst vor dem Versagen. Das heißt, ich habe zu Beginn meiner Mutterschaft sehr darunter gelitten. Wie Ihr euch vorstellen können, ist die Angst vor dem Versagen nicht wirklich hilfreich, wenn man gerade Mutter geworden ist. Sie führte bei mir zu einer postnatalen Depression. Ich konnte meinen eigenen Erwartungen einfach nicht gerecht werden. Dabei spielten natürlich auch die Hormone und die körperliche Veränderung eine große Rolle.

Muttersein ist ein Lernprozess

Aber nach einer gewissen Zeit des Mutterseins ist bei mir endlich der Knoten geplatzt: Ich habe doch eine wunderschöne Tochter (inzwischen sind es zwei Töchter)! Ich begann zu erkennen, dass Muttersein ein gewaltiger Lernprozess ist. Ja, man hat sein Baby geboren und man ist Mutter, aber das bedeutet doch nicht, dass man sofort weiß, wie alles funktioniert, und seien wir ehrlich: Die perfekte Mutter gibt es nicht!

Ich begann, meinen Körper zu schätzen

Als ich endlich etwas entspannter mit meiner Rolle als Mutter umgehen konnte, fing ich an, meine Kinder zu genießen. Ich begann, meinen Körper und all seine Unvollkommenheiten zu schätzen. Mein Körper ist vernarbt, aber von den beiden wunderbarsten Menschen meines Lebens. Physische Beweise für das Trauma, das mein Körper durchmachen musste, um diese kleinen Menschlein zu erschaffen! Und ehrlich gesagt, ich möchte auch nicht mehr zurück in die Zeit ohne Tigerstreifen auf dem Bauch, denn das würde ja bedeuten, dass ich ohne meine Kinder leben müsste.

Es muss nicht perfekt sein!

Natürlich fühle ich mich manchmal unsicher, wenn ich etwas ungepflegt mit den Kindern unterwegs bin. Wenn ich Bekannten ausgerechnet dann treffe, nachdem meine kleine Tochter mir gerade Rotz und Speisereste an die Kleidung geschmiert hat, oder wenn ich zum x-ten Mal meine Brustpads vergessen habe und große nasse Flecken auf meinem T-Shirt habe. Oder wenn ich nicht mehr in meinen Badeanzug passe und feststelle, dass ich aktuell Größe 46 benötige. Aber hey, so ist das Leben und das Leben ist nicht perfekt!

Für alle Frauen mit Tigerstreifen, schlaffer Haut, hängenden Brüsten, Mutterbauch oder einer Kleidergröße mehr: Du bist schön! Lass uns diese neue Phase genießen. Umarmen und akzeptieren wir unseren Mutterkörper. Schließlich haben unsere Körper Wunder vollbracht!

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