Mutter zu sein ist… ein wahr gewordener Traum, aber ich habe die Mutterschaft stark unterschätzt

Mutter - Oje, ich wachse!

Ich hatte mir das Muttersein anders vorgestellt.

Nicht schöner, aber weniger intensiv.

Mein Abenteuer als Mutter begann vor etwa acht Jahren. Wir wollten ein Baby bekommen! Wir haben unser Leben und unser gemeinsames Leben ausreichend im Griff, die Eierstöcke rasseln, unser gemietetes Haus ist groß genug und unsere Herzen viel größer, wir sind bereit.

In der Hoffnung auf eine Schwangerschaft müssen wir nicht so lange warten, denn sechs Wochen nach der Eheschließung bin ich bereits schwanger.

Ich fantasiere überall von dir. Bist du ein Junge oder ein Mädchen? Wie sehen Sie aus, und wie werde ich mich als Mutter fühlen?

Mein Bauch wächst und meine Wünsche auch.

Ich kann es kaum erwarten, dass du kommst. Ich muss mich nicht an den Gedanken an ein kleines Kind gewöhnen, denn ich bin schon so weit.

Manchmal läuft das Leben nicht wie geplant

Wie unterschiedlich das Leben verläuft. Kurz vor der 24. Woche wird unser erstes Kind geboren.

Lev starb 17 Minuten später in meinen Armen.

Wie schön er ist und wie stolz ich bin, aber vor allem, wie untröstlich ich bin. Das Herz meiner Mutter hat sich gerade erst gebildet, ist aber schon für immer in tausend Stücken zerbrochen. 

Seit der Geburt von Lev gehöre ich dem Club der Mütter an. Es liegt kein Baby in der Wiege und meine Arme sind schmerzhaft leer, aber ich fühle mich als Mutter ganz oben auf der Welt. Die Liebe zu Lev wächst von Tag zu Tag, obwohl es schwierig ist, meine Liebe zu gestalten. 

Der Wunsch nach einem Baby ist größer denn je.

Wieder schwanger

Sieben Monate nach Levs Geburt habe ich einen weiteren positiven Test in den Händen.

Es folgt eine nervenaufreibende Schwangerschaft. Genießen ist nicht mehr möglich, und nach einem weiteren Krankenhausaufenthalt wird mir Bettruhe verordnet. Mit 37,6 Wochen wird Ezra nach einer eingeleiteten Entbindung geboren.

Unser Regenbogenbaby, mein Retter und mein kleiner Prinz. Dieses Kind wird unserem Leben wieder Farbe geben.

Wie sehr ich Ezra mag. Er ist ein einfaches Baby. Ich muss mich nicht wirklich an die Elternschaft gewöhnen. Ich bin so bereit dafür! Dennoch beschleicht mich regelmäßig die Angst, Ezra zu verpassen. Wenn er zum Beispiel krank ist oder sich verschluckt, gerate ich in blinde Panik. Jedes Mal kommt mir der Film mit der Einäscherung, dem Sarg und den Trauerkarten in den Sinn.

Ich lasse jedoch nicht zu, dass die Angst, Ezra zu verlieren, das Glück überschattet. Was mir durch den Kopf geht, ist der enorme Wunsch nach einem weiteren Kind. Die Angst, wieder eine unsichtbare Mutter zu werden oder nie wieder schwanger werden zu können, ist groß.

Kurz nach dem ersten Geburtstag von Ezra bin ich wieder schwanger.

Nach einer weiteren psychologisch schwierigen Schwangerschaft wird Eden geboren. Drei Geburten in drei Jahren, ich kann es niemandem empfehlen. Doch die Ankunft von Eden bringt viel Ruhe in mein Gemüt. Vollständig werden wir nach Levs Tod nicht, aber es fühlt sich richtig an.

Es ist noch ein langer Weg zu gehen

Jetzt, mehr als 7 Jahre später, habe ich viele Seiten der Mutterschaft erlebt. Liebe, Stolz, Dankbarkeit und Glück, aber auch Traurigkeit, Stress, Unsicherheit und wenig Zeit für mich selbst.

Ich habe viel über das Muttersein gelernt, aber ich bin noch lange nicht fertig. Manchmal habe ich Angst vor dem, was kommen wird, aber ich freue mich auch darauf.

Das Beste am Muttersein ist definitiv der Stolz, den ich empfinde, wenn ich meine Kinder anschaue, sie lachen, höre, sehe und sehe, wie sie zu einzigartigen Menschen heranwachsen.

Das Schwierigste am Muttersein ist zweifelsohne die Elternschaft. Ich glaube, ich habe das unterschätzt. Grenzen zu setzen und konsequent zu sein, ist nicht meine Stärke.

Im Idealfall bin ich eine sehr spontane Mutter und gehe jeden Tag mit dem Strom. Aber unsere Kinder und ich kommen mit Struktur und Regelmäßigkeit gut zurecht. Für mich dauern alle Phasen der Kinder gerade lang genug und ich freue mich auf die Zeit, die noch kommen wird.

“Hört auf zu wachsen”, sage ich oft zu Ezra und Eden. Letztendlich habe ich aber nur einen großen Wunsch, nämlich dass sie weiter wachsen. 

Und der kleine Junge in meinem Herzen, für den meine Liebe nur noch größer wird.

Auf meinem Instagram @liefs_van_roos teile ich täglich Dinge aus meinem Leben als Mutter. Auch hier zeige ich die schönen, aber auch die nicht so schönen Seiten.