Lernen auf dem Kinderbauernhof

Lernen auf dem Kinderbauernhof - Oje, ich Wachse!

„In Kategorien einteilen“

Manchmal sind es gerade die kleinen Ausflüge, die einem Kind so gut gefallen. Es braucht kein großer Freizeitpark zu sein – auch der Besuch eines Kinderbauernhofs macht viel Spaß.

Seitdem es den Entwicklungssprung „In Kategorien einteilen“ vollzogen hat, ist Ihr Kleines in der Lage, zu unterscheiden. Was ist ein Schwein, was eine Kuh? Ihr Kind ordnet seine Welt und lernt, sie in Kategorien einzuteilen. Und neben diesem Lernprogramm ist der Besuch eines Kinderbauernhofs natürlich auch einfach nur schön und macht Spaß!

Bauernhof-Vergnügen

Ein Kinderbauernhof bedeutet: zurück zur Natur, aber auf eine kinderfreundliche Weise. Gummistiefel anziehen, im Matsch herumlaufen, Tiergerüche einatmen, neue Geräusche entdecken … Ihr Kleines wird all das genießen. Wie viel Freude es an dem Ganzen findet, hängt auch mit seinem Alter zusammen. Einem kleinen Baby werden hauptsächlich die vielen Eindrücke gefallen. Ein etwas älteres Baby wird von den verschiedenen Tierarten fasziniert sein und atemlos das Gewusel der Hühner bestaunen. Ein Kleinkind streichelt wahrscheinlich lieber das Meerschweinchen und läuft von einer Ecke des Hofs zur anderen. Und ein Schulkind hilft vielleicht am liebsten dem Bauern beim Stallausmisten oder beim Eiersammeln. Oder es füttert ein Lämmchen. Kurz und gut: Ein Kinderbauernhof hat für jedes Kind etwas zu bieten.

Den Bauernhof in Kategorien einteilen

Vermutlich haben Sie Ihrem Kind schon etliche Male aus Büchern vorgelesen, in denen ein Schwein oder eine Kuh vorkommt. Ihr Kleines weiß dann, wie diese Tiere auf dem Papier aussehen. Doch „in echt“ ist das wieder eine ganz andere Sache. Indem Ihr Kind ein Tier in natura sieht und es länger betrachten kann (also nicht nur der schnelle Blick aus dem Auto auf eine Kuh auf der Weide), kann es einen Zusammenhang zwischen der „Papier“-Kuh und der echten Kuh herstellen. Dadurch, dass es eine Kuh in der Realität muhen hört, stellt es den Zusammenhang zwischen dem Geräusch, mit dem Sie eine Kuh nachmachen, und dem echten Muhen der Kuh her. Auf diese Weise erhält es die Möglichkeit herauszufinden, was eine Kuh ist, und festzustellen, was in die Kategorie „Kuh“ gehört – und was nicht. Das erscheint auf den ersten Blick sehr einfach zu sein – ist es aber nicht. Denn warum ist ein geflecktes Ferkel eigentlich keine Kuh? Die einzige Möglichkeit für Ihr Kind, Tiere den richtigen Kategorien zuzuordnen, ist durch Sehen, Fühlen, Hören und Erleben. Also: Auf zum Kinderbauernhof!