Brustentzündung

Brustentzündung - Oje, ich Wachse!

Lästige Beschwerde

Eine Brustentzündung ist sehr lästig. Zum Glück kann sie aber auch schnell wieder abklingen, ohne dass das Stillen gefährdet wird.

Häufig ist ein verstopfter Milchkanal die Ursache für eine Brustentzündung. Ein Milchkanal verstopft, wenn das Baby die Brust nicht ganz leer trinkt, es jedes Mal an derselben Stelle die Brust eindrückt (deshalb sollten Sie öfter die Stillhaltung wechseln!), wenn man auf dem Bauch schläft, plötzlich mit dem Stillen aufhört oder wenn der BH drückt. Weitere mögliche Ursachen können infizierte Brustwarzenrisse, eine Pilzinfektion (Soor), Übermüdung, ein geschwächtes Immunsystem oder eine Kombination aus allem sein.

Symptome

Eine Brustentzündung tritt meist nur an einer Brust auf. Man erkennt sie an den folgenden Symptomen:

  • ein oder mehrere schmerzhafte, rote, warme Flecken auf der Brust
  • Schmerzen beim Stillen
  • Fieber über 38,5 °C
  • allgemeines Krankheitsgefühl

Bei drohender Brustentzündung sind zwei Dinge wichtig: Ruhe und ein guter Milchfluss.

Für einen ausreichenden Milchfluss können Sie Folgendes tun:

  • Gönnen Sie sich vor dem Stillen eine warme Dusche oder erwärmen Sie Ihre Brust mit warmen Kompressen. Dadurch öffnen sich die Milchkanäle besser und Ihr Baby kann die Brust leichter leer trinken.
  • Während Sie die Brust aufwärmen oder auch während des Stillens können Sie die Brust massieren – von außen Richtung Brustwarze. Auf diese Weise leiten Sie die Milch in die richtige Richtung.
  • Legen Sie Ihr Baby zuerst an der kranken Brust an, so dass es diese leer trinken kann. Auch beim nächsten Stillen beginnen Sie mit der kranken Brust. Vergessen Sie aber nicht, auch die gesunde Brust zu leeren (indem Sie das Kind daran trinken lassen oder durch Abpumpen ), sonst kann diese sich ebenfalls entzünden.
  • Legen Sie Ihr Kind in verschiedenen Stillhaltungen an. Dadurch wird die Brust stets auf eine andere Art stimuliert.
  • Nach dem Stillen hilft eine kalte Kompresse auf der Brust gegen den Schmerz und das Spannungsgefühl.
  • Gegen Schmerzen und Fieber dürfen Sie Paracetamoltabletten einnehmen, aber halten Sie sich an die Packungsbeilage. Ruhen Sie sich möglichst viel aus! Wenn diese Tipps nicht innerhalb eines Tages helfen und Sie zudem das Gefühl haben, dass sich die Brustentzündung ausbreitet, gehen Sie zum Arzt. Er wird Ihnen vermutlich ein Antibiotikum verschreiben.

Trotz Brustentzündung können Sie weiter stillen. Wenn Sie ein Antibiotikum einnehmen sollen, teilen Sie dem Arzt mit, dass Sie stillen. Er verschreibt Ihnen dann ein Medikament, das Ihrem Kind nicht schadet.

Wenn das Stillen sehr schmerzt, können Sie einige Tage lang Milch für Ihr Kind abpumpen. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass das Stillen auch dann noch funktioniert, wenn die Brustentzündung abgeklungen ist.