Diphterie

Eine durch den Erreger Corynebacterium diphtheriae verursachte Infektion, bei der die Schleimhäute von Nasen- und Rachenraum mit einem grauweißen Belag überzogen sind, was die Atmung erschwert. Die Krankheit wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Diphterie ist vor allem für Kinder bis zehn Jahre gefährlich. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen war Diphterie in Westeuropa und Nordamerika die häufigste Todesursache bei Kindern zwischen vier und zehn Jahren.

Diphterie kann den Herzmuskel und das Nervensystem angreifen sowie zu Lähmungs- und Erstickungserscheinungen führen. Es können auch Komplikationen wie Lungenentzündung auftreten. Es gibt verschiedene Formen von Diphterie wie Nasen-, Mandel-/Rachen- und Hautdiphterie.

Die Symptome sind sehr unterschiedlich, z.B.:

  • Schluckbeschwerden
  • Mundgeruch
  • Blutiger Schleim aus der Nase (bei Nasendiphterie)
  • Grauweißer Belag im Rachenraum (bei Mandel- und Rachendiphterie)
  • Hustenanfälle
  • Leichtes Fieber
  • Geschwollener Nacken

Babys bis ca. sechs Monate sind dank der mütterlichen Immunität vor Diphterie geschützt. Zudem werden sie in der Regel gegen Diphterie geimpft. Weil diese Impfung einen nahezu 100%-igen Schutz bietet, tritt Diphterie in Deutschland so gut wie gar nicht mehr auf.